• Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vorarlberg setzt Kraftakte zur Krisenbewältigung

LH Wallner und LR Tittler präsentierten umfassendes 70-Millionen-Euro-Impulsprogramm

Die Corona-Pandemie und die zur Bekämpfung des Virus nötigen Maßnahmen haben auch Vorarlberg hart getroffen. Nach dem Ende der Intensivphase des Shutdowns gilt es nun möglichst schnell und effektiv das Wiederhochfahren zu unterstützen und strategische Weichenstellungen vorzunehmen, betonten Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Marco Tittler im Pressefoyer am Dienstag, 7. Juli. Zur Stärkung der heimischen Wirtschaft wurde ein umfangreiches Vorarlberger Impulsprogramm auf die Beine gestellt mit dem Ziel, den Aufschwung zu unterstützen, den Arbeitsmarkt zu stärken und Anreize zu bieten, damit die Konjunktur wieder anzieht. Auch für andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, die durch die Corona-Pandemie massiv eingeschränkt worden sind, hat das Land verschiedene Förderpakete geschnürt. Alle zusammen sind mit rund 70 Millionen Euro aus Landesmitteln dotiert.

Insbesondere für die Wirtschaft entwickelt sich die Pandemie-Bekämpfung zu einem entscheidenden Standortfaktor, sagte Landeshauptmann Wallner: „Wir streben eine zukunftsfitte Ausrichtung des Wirtschaftsstandorts unter Berücksichtigung der neuen Erfahrungswerte der letzten Wochen an. Es geht darum, die heimische Wirtschaft beim Hochfahren bestmöglich zu unterstützen und wieder zu stabilisieren.“

Jugendbeschäftigung und Digitalisierung

Erste positive Anzeichen sind auf dem Arbeitsmarkt zu erkennen, da die Zahlen der arbeitslos gemeldeten oder in Kurzarbeit befindlichen Personen in den letzten drei Monaten wieder gesunken sind. „Diesen Aufwärtstrend wollen wir jetzt mit aller Kraft weiterverfolgen“, so Wallner. Ein Schwerpunkt des Vorarlberger Impulsprogrammes gilt daher den Beschäftigungsmaßnahmen. Dafür stellt das Land zusätzlich zu den budgetierten neun Millionen Euro mindestens weitere drei Millionen Euro zur Verfügung. Besonderes Augenmerk gilt der Jugendbeschäftigung und dem Lehrstellenangebot. „Jugendliche dürfen nicht zu Verlierern der Krise werden. Wir halten an dem Bekenntnis fest, keinen jungen Menschen zurücklassen zu wollen“, bekräftigte Wallner.

Auch der Digitalisierungsschub, den die Corona-Krise – etwa mit HomeOffice und E-Learning – bewirkt hat, muss weiter forciert werden, so Wallner. Mit einem eigenen sieben Millionen Euro schweren Digitalisierungspaket soll der Schwung der digitalen Entwicklungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung genutzt und der Breitbandausbau weiter vorangetrieben werden. „Um das Potential voll ausschöpfen zu können und breite Partizipation zu ermöglichen, ist es wichtig, solche Projekte weiter voranzutreiben.“

Quelle: Land Vorarlberg 

Landesrat Tittler hob die Bedeutung von Investitionen in Bau und Infrastruktur hervor. Dafür sind im Rahmen des Impulsprogramms 15 Millionen Euro vorgesehen. „Unser Bauprogramm für Straßen- und Hochbau wird weiterhin hochgehalten, das Impulsprogramm stimuliert zustätzlich die Konjunktur“, sagte Tittler. Vor allem Sanierungs- und Instandhaltungsprojekte sollen mit großer Intensität umgesetzt werden, weil diese unmittelbar beschäftigungs- und konjunkturwirksam sind und dadurch regionale Wertschöpfungsketten gestärkt werden können.

Zusammen mit weiteren Sonderförderungen zur Bewältigung der Coronakrise – für den Tourismus, für die Familien, für die Land- und Forstwirtschaft sowie für Kunst- und Kulturschaffende – summiert sich das Impulsprogramm des Landes Vorarlberg auf 65 Millionen Euro. Ziel sei es, die Zukunftsfähigkeit und Krisenfestigkeit zu steigern – sowohl ökonomisch als auch ökologisch und sozial. Für die Umsetzung des Programms im heurigen und den kommenden beiden Jahren werde ein langer Atem notwendig sein.

Foto: mauche.at


© 2020 Markus Wallner