Breakpoint
>= xs
480px
>= sm
768px
>= md
1024px
>= lg
1280px
>= xl
1440px
>= max
1680px

Newsdetail

Neuer Leitfaden für die Mobilität von morgen

LH Wallner, LSth. Rüdisser präsentierten das „Mobilitätskonzept Vorarlberg 2019“

Nach gut eineinhalb Jahren intensiver Vorarbeiten hat die Vorarlberger Landesregierung das „Mobilitätskonzept Vorarlberg 2019“ beschlossen. Dieses dient als verkehrspolitischer Leitfaden bzw. Wegweiser für die nächsten zehn bis 15 Jahre und enthält Zielvorgaben, um aktuellen und künftigen Herausforderungen aktiv zu begegnen. Landeshauptmann Markus Wallner, Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser  zeigten sich im Pressefoyer am Dienstag, 9. Juli, überzeugt, dass Vorarlberg mit dem neuen Konzept für die Mobilität von morgen mit ihren schon laufenden und noch kommenden Entwicklungen gut gerüstet ist.

Wallner verwies auf die enorme Dynamik des Lebens- und Wirtschaftsraums Vorarlberg. Mit dem Bevölkerungswachstum und der überdurchschnittlichen Entwicklung der Wirtschaft hat auch das Verkehrsaufkommen in den letzten Jahren zugenommen. Zugleich ergeben sich durch Innovationen und technischen Fortschritt neue Möglichkeiten und Veränderungen im Mobilitätsverhalten der Menschen. Deshalb wird das im Jahr 2006 beschlossene „Verkehrskonzept Vorarlberg – Mobil im Ländle“ nun durch das neue „Mobilitätskonzept Vorarlberg“ abgelöst. Die darin gesteckten Ziele seien vernünftig – an Daten und Fakten orientiert –, verantwortungsvoll – mit Blick auf den Klimaschutz – und vorausschauend, so Wallner: „Wenn der Durchbruch in der E-Mobilität gelingt und wir zugleich den Umweltverbund – Fahrrad, Bus, Bahn – stärken, dann kann Vorarlberg in der Mobilität zu einer echten Modellregion werden.“

Landesstatthalter Rüdisser sieht in der Mobilität eine entscheidende Grundlage für einen starken Wirtschaftsstandort: „Die Zunahme des Güterverkehrs erfordert nach dem Ausbau des Terminals Wolfurt nun die Entwicklung eines Güterverkehrs- und Logistikkonzepts für eine effiziente Abwicklung und um zu sehen, wo mittel- bis längerfristig zusätzliche Kapazitäten für eine weitere Verlagerung auf die Schiene erforderlich sind.“ Aber auch die Erhaltung und laufende Sanierung des Landesstraßennetzes sowie Maßnahmen an überlasteten Straßenabschnitten bleiben wichtige Aufgaben. Neben der Umsetzung laufender Projekte wie Stadttunnel Feldkirch, Rheintal Mitte und S 18 soll für weitere Landesstraßenprojekte eine Prioritätenreihung erarbeitet werden, so Rüdisser.

Unterstrichen wurde auch die Notwendigkeit, angesichts der Klimadiskussion die Förderung des Umweltverbundes konsequent voranzutreiben und die Bevölkerung zum Umsteigen zu motivieren. Bis 2030 wird angestrebt, den Anteil der mit Bus und Bahn zurückgelegten Wege um weitere zwei Prozentpunkte auf 16 Prozent zu steigern, den Wege-Anteil des Fahrrads um weitere fünf Prozentpunkte auf 21 Prozent zu erhöhen und dadurch eine Reduktion des Anteils der mit dem PKW gefahrenen Wege um sieben Prozentpunkte auf 34 Prozent zu erreichen.

Das neue Mobilitätskonzept wurde unter breitestmöglicher Beteiligung erarbeitet. In mehreren Arbeitsgruppen waren zahlreiche Fachleute eingebunden, aber auch die Mitarbeit von Bürgerinnen und Bürgern wurde gesucht. So haben auch öffentliche Mobilitätsabende, ein Bürgerrat sowie Workshops mit Jugendlichen wertvolle Impulse gebracht.

Öffentlicher Verkehr und Radverkehr:

Der konsequente Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Radverkehrs hin zu einem Qualitätsnetz mit attraktiven Schnittstellen soll in den nächsten Jahren weiterverfolgt werden. Neben einer weiteren Verbesserung des Angebots soll der Ausbau der Bahnhöfe und Haltestellen als intermodale Knoten fortgesetzt und durch neue Angebote (attraktive Fahrradabstellmöglichkeiten, Leihradsysteme, Carsharing) ergänzt werden. Beim Busverkehr soll ein abgestuftes Busangebot verstärkt auch mit Schnellbussen etabliert werden, eine konsequente und strategische Buspriorisierung ist dafür eine notwendige Voraussetzung. Aufbauend auf der aktuellen Radverkehrsstrategie „Kettenreaktion“ soll der Radverkehr dabei auch als wichtiger Zubringer zum Öffentlichen Verkehr dienen.

Straßenerhaltung und Straßenbau:

Vorarlberg hat etwa 800 km Landesstraßen mit 600 Brücken, die in hoher Qualität benutzbar sein müssen. Oberste Priorität hat deshalb die Straßenerhaltung und die laufende Sanierung von witterungsbedingten Schäden. Es gibt aber auch überlastete Straßenabschnitte im Bereich von Autobahnanschlussstellen und auf Landesstraßen, die Maßnahmen erfordern. Laufende Bundes- und Landesstraßenprojekte, z.B. der Stadttunnel Feldkirch, Rheintal Mitte und die S 18 Bodenseeschnellstraße, werden in den kommenden Jahren umgesetzt. Für die weiteren Landesstraßenprojekte soll eine Prioritätenreihung erarbeitet werden. Eine Verkehrsbeeinflussung auf der A 14 zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und für den Umweltschutz wird weiter angestrebt.