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Newsdetail

Land investiert kräftig in die Infrastruktur

118 Millionen Euro für Straßen- und Hochbauprogramme 2020

Die Vorarlberger Landesregierung hat im Budgetentwurf 2020 ein Investitionsvolumen vorgesehen, das deutlich höher ist als in den letzten Jahren. Maßgeblich verantwortlich dafür ist der Finanzbedarf für wichtige laufende und künftige Infrastrukturprojekte, so Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Marco Tittler im Pressefoyer am Dienstag, 10. Dezember. In Summe sind die Straßen- und Hochbauprogramme im Landesvoranschlag 2020 mit rund 118 Millionen Euro dotiert, das sind um über zehn Millionen Euro mehr als im Budget 2019.

Im Straßenbau entfallen größere Ausgaben u.a. auf den Autobahnanschluss Rheintal-Mitte, die Rheinbrücke Hard-Fußach (siehe Video) und die erste Etappe des Stadttunnels Feldkirch. Im Hochbau schlagen vor allem die Aufstockung und Sanierung der Fachhochschule, die Erweiterung der Landesberufsschule Dornbirn und des Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrums Hohenems sowie die Bauarbeiten an den Landeskrankenhäusern Feldkirch und Bludenz zu Buche.

„Eine gut ausgebaute Infrastruktur ist für den Wirtschafts- und Lebensraum Vorarlberg von elementarer Bedeutung“, sagte Landeshauptmann Wallner. Die Bauinvestitionen des Landes seien ein wichtiger Beitrag für Verbesserungen in Zukunftsbereichen wie Bildung und Gesundheit, für die Wertschöpfung in der Region und die Sicherung von Arbeitsplätzen sowie ein spürbarer konjunktureller Impuls gerade in einer Zeit, da das wirtschaftliche Hoch etwas abzuflauen beginnt. Dank der disziplinierten Finanzpolitik der letzten Jahre habe das Land Vorarlberg bei aller gebotenen Sparsamkeit immer noch eine beträchtliche Gestaltungsfähigkeit, so Wallner: „Dadurch können wir die hohen Investitionen tätigen, um wichtige Infrastrukturprojekte umzusetzen.“

Fokus auf Verkehrsentlastung und nachhaltiges Bauen

Im Straßenbau ist die Werterhaltung und Instandhaltung des gut 800 Kilometer langen Landesstraßennetzes und der zugehörigen Bauwerke (614 Brücken, 37 Tunnel, 47 Galerien, 25 Unterführungen, Mauern) weiterhin ein wesentlicher Schwerpunkt. „Neue Straßen bauen wollen wir nur, wenn es zur Verkehrsentlastung erforderlich ist oder wenn es klare Vorteile für die Entwicklung größerer Industrie- und Gewerbegebiete und damit für Wertschöpfung und Beschäftigung bringt“, betonte Landesrat Tittler. Insgesamt sind für den Straßenbau im kommenden Jahr 70,5 Millionen Euro für Sachausgaben (ohne Personal) veranschlagt. Davon fließen 45,5 Millionen Euro – um 15,7 Millionen Euro mehr als heuer – in das tatsächliche Bauprogramm.

Für den Hochbau stehen 2020 insgesamt 47,6 Millionen Euro zur Verfügung. Der größte Anteil entfällt mit 28,7 Millionen Euro auf die Krankenhaus-Betriebsgesellschaft, wobei allein 13,5 Millionen Euro in das mit Abstand größte Projekt – die Umbau- und Adaptierungsarbeiten am Landeskrankenhaus Feldkirch – fließen. Gut 18,8 Millionen Euro sind für Hochbauprojekte an Landesgebäuden und Bildungsstätten veranschlagt.
Der strategische Schwerpunkt des Bauprogrammes bleibt unverändert. Im Fokus steht das Prinzip der Nachhaltigkeit. Alle Gebäude sollen einen geringstmöglichen Energieverbrauch haben, der möglichst am Standort oder mit in der Nähe verfügbaren erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden kann.