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„Kriegsopferabgabe wird de facto mit 1. Juli abgeschafft“

Rasche Steuererleichterung im Zuge der Coronakrise

Die Kriegsopferabgabe - eine Zehn-Prozent-Steuer auf Freizeit- und Musikveranstaltungen - soll de facto früher als geplant abgeschafft werden, teilt Landeshauptmann Markus Wallner mit: „Wir wollen damit eine Branche unterstützen, die die Folgen der Coronakrise weiterhin drastisch spürt“. Die Steuererleichterung soll bereits mit 1. Juli in Kraft treten.

Von dieser Maßnahme profitieren beispielsweise Messen und Ausstellungen sowie Clubs und Diskotheken. Veranstaltungen mit überwiegend kulturellem oder künstlerischen Gehalt sowie Sportveranstaltungen unterliegen nicht dieser Abgabepflicht.

Das Gesetz zur Neuregelung der Vergnügungssteuern ersetzt mit 01. Jänner 2021 das bisherige Kriegsopferabgabegesetz. Veranstaltungen, die bisher Gegenstand einer Abgabe nach dem Kriegsopferabgabegesetz sind, werden damit von der Abgabepflicht befreit. Auf Initiative von Landeshauptmann Wallner soll die Abgabepflicht für diese Veranstaltungen nun bereits mit 1. Juli 2020 und damit früher als ursprünglich geplant entfallen. Zu diesem Zweck wird eine eigene Bestimmung geschaffen, die diese Veranstaltungen von der Abgabepflicht nach dem Kriegsopferabgabegesetz ausnimmt. Da das neue Gesetz voraussichtlich erst in der zweiten Septemberhälfte kundgemacht werden kann, soll die entsprechende Bestimmung rückwirkend ab 1. Juli 2020 gelten. Allenfalls in diesem Zeitraum entrichtete Abgaben können retourniert werden.

Foto: Alexandra Serra


© 2020 Markus Wallner