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„Vier Millionen Euro für bewährte Arbeitsmarktprojekte“

Vorarlberg mit verstärktem Einsatz für Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration – Landeshauptmann und LR Tittler: „Rasche Trendwende durch gezielte Maßnahmen“

Vorarlberg reagiert mit verstärktem Einsatz für Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration auf die aktuellen Verwerfungen am Arbeitsmarkt im Zuge der Coronavirus-Krise. So ist die Unterstützung für Qualifizierungs-, Bildungs- und Beschäftigungsinitiativen von der Landesregierung nach oben hin geöffnet worden. Für eine Reihe bewährter Arbeitsmarktprojekte wurden jetzt Zuschüsse im Umfang von insgesamt vier Millionen Euro bewilligt. „Wir müssen so rasch wie möglich zu einer Trendwende am Arbeitsmarkt kommen. Dafür stellen wir alle Mittel bereit, die es braucht“, betonen Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Marco Tittler.

Es gelte weiter, alles daran zu setzen, Beschäftigungslose schnellstmöglich wieder in den regulären Arbeitsmarkt zu bringen. Keinesfalls dürfe sich krisenbedingte Arbeitslosigkeit dauerhaft verfestigen, warnen Wallner und Tittler. Genau darauf ziele auch das Versprechen des Landes ab, niemanden im Stich zu lassen. Der Fokus liege dabei insbesondere auf Jugendlichen, auf Langzeitarbeitslosen sowie auf Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, führt der zuständige Wirtschaftslandesrat aus.

Mittelaufstockung unumgänglich

Zur raschen Überwindung der schwierigen Situation würden Arbeitsmarktprogramme angepasst und bei Bedarf auch erweitert. „Ohne eine Mittelaufstockung – bisher hatten Land und AMS knapp 47 Millionen Euro budgetiert – wird das nicht funktionieren“, stellt der Landeshauptmann klar. Für ihn steht auch fest, dass die Bundesmittel für alle diese Maßnahmen entsprechend erhöht werden müssen. Weiter aufrecht bleibt in Vorarlberg die nach wie vor geltende Beschäftigungsgarantie für Jugendliche. „Wir müssen das Auffangnetz für Jugendliche sogar noch enger spannen“, so Wallner.

Bewährte Arbeitsmarktprojekte

Unter die jetzt geförderten Maßnahmen fallen die Sozialökonomischen Betriebe „AQUA Mühle Vorarlberg“, „INTEGRA“, „carla JobStart“ der Caritas und „Kaplan Bonetti“, die alle den Weg in Richtung regulären Arbeitsmarkt erleichtern sollen. Mitfinanziert wird außerdem das Projekt „Jobfactory“, eine ähnlich gelagerte Maßnahme der Integra Vorarlberg. Bis 2022 fließen knapp 240.000 Euro an Landesmitteln. Weitere 710.000 Euro kommen vom Bund sowie aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Ebenso im aktuellen Paket: die niederschwelligen Beschäftigungs- und Ausbildungsinitiativen „Startbahn“ in Feldkirch und Bludenz, „Werkstadt“ in Bregenz und Lustenau sowie „Job Ahoi“ in Dornbirn. Sie alle bieten jungen Klientinnen und Klienten geringfügig eine Beschäftigung. Im Rahmen der Initiative „Albatros“ erhalten Jugendliche zudem die Möglichkeit, ihren Pflichtschulabschluss nachzuholen. Weitere Beiträge gehen an die Projekte „Dornbirner Jugendwerkstätten“, „Leuchtturm“ sowie die Maßnahme „Schaffa im Ländle“, in deren Zentrum junge Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund stehen. 

Bis zu 1.140 Personen werden von den Maßnahmen und Initiativen profitieren können, führt der Landesrat aus. „Um noch mehr Unterstützung zu ermöglichen, werden hier die Fördermittel erhöht. Das gilt auch bei der Eingliederungshilfe oder den arbeitsplatznahen Qualifizierungsmaßnahmen“, kündigt Tittler an.

Foto: Fasching


© 2020 Markus Wallner