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Newsdetail

Ausbau der Rehabilitation in Vorarlberg

Neue Projekte für eine optimale Gesundheitsversorgung

Vorarlberg bekommt die erste stationäre Rehabilitation für psychiatrische Erkrankungen und das erste ambulante Rehabilitationszentrum. Im Zuge eines Ausschreibungsverfahrens hat die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) dem Land weitere stationäre Reha-Plätze zuerkannt. “An der Reha-Klinik Montafon können nunmehr zusätzliche 62 Betten für psychiatrische Rehabilitation eingerichtet werden”, freuten sich Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Christian Bernhard im heutigen (Donnerstag) Pressegespräch über die richtungweisende Entscheidung im Sinne der Vorarlberger Patientinnen und Patienten. Nun werden zügig die erforderlichen baulichen Maßnahmen in Angriff genommen.

„Vorarlbergs Einsatz für eine österreichweit ausgewogene Verteilung der stationären Reha-Plätze hat sich ausgezahlt”, betonte Landeshauptmann Wallner. „Je nach Grunderkrankung hat die Rehabilitation einen fachspezifischen Schwerpunkt – im Montafon werden nun zusätzlich zu den 150 bestehenden kardiologischen, orthopädischen und neurologischen Reha-Betten 62 psychiatrische Reha-Betten errichtet.“ sagte Landesrat Bernhard.

Psychiatrische Rehabilitation

In weiten Teilen Österreichs wurde in den vergangenen Jahren ein erhöhter Bedarf an stationären Kapazitäten in der Indikation „Psychiatrie“ festgestellt. Aus diesem Grund hat die PVA im Jahr 2017 ein Zertifizierungsverfahren gestartet und baut das Angebot im Bereich der psychiatrischen Rehabilitation deutlich aus. Knapp zehn Prozent aller von der PVA durchgeführten Rehabilitationsverfahren machte im Jahr 2018 die psychiatrischen Rehabilitationen aus. In der Versorgungszone West (Vorarlberg und Tirol) wurde insgesamt ein Bedarf von 88 zusätzlichen Betten festgestellt. Davon werden den Patientinnen und Patienten Vorarlberg 62 zur Verfügung stehen. Es ist vorgesehen, dass sämtliche Vertragspartner bis Mitte 2020 in Vollbetrieb gehen.

Ambulante Rehabilitation

Vorarlberg ist seit vielen Jahren Vorreiter im Bereich der ambulanten Rehabilitation. Auf Initiative des Landes wurde bereits vor etwa 30 Jahren eine ambulante neurologische Rehabilitation etabliert. Finanziert wird sie ausschließlich aus Mitteln des Sozialfonds. Aktuell betragen die Aufwendungen für die Angebote der aks gesundheit GmbH (6 Standorte) und der smo – Neurologische Rehabilitation (4 Standorte) etwa 5 Millionen Euro jährlich. Die Zahl der ambulanten Rehabilitationen ist stark ansteigend: Wenn aufgrund medizinischer, beruflicher oder privater Notwendigkeit kein stationärer Aufenthalt nötig, möglich oder gewünscht ist, steht künftig in Vorarlberg auch ein ambulantes, von der Sozialversicherung finanziertes Rehabilitationszentrum zur Verfügung.

An den Standorten Feldkirch und Bregenz sind im Rehaplan 2016 jeweils Rehabilitationszentren vorgesehen. Die Ausschreibung für den Standort Bregenz läuft und soll Ende 2019 abgeschlossen sein, sodass einer Inbetriebnahme 2020 nichts im Wege stehen dürfte. Im geplanten ambulanten Rehabilitationszentrum werden mehrere Indikationen angeboten werden, geplant sind Angebote betreffend Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparat sowie Rheumatologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Neurologie, Onkologie, Psychiatrie, Pulmologie bzw Lungenheilkunde sowie Angebote betreffend Erkrankungen des Stoffwechselsystems und Verdauungsapparates.

„Mehr als 130.000 Menschen profitieren schon heute von den Rehabilitationsmaßnahmen der Pensionsversicherungsanstalt. Mit dem Ausbau der Rehabilitation in Vorarlberg wird ein weiterer wichtiger Schritt zu einer verbesserten Gesundheitsversorgung getätigt“, sagte Manfred Anderle, Obmann der Pensionsversicherungsanstalt. „Selbstverständlich“, so Manfred Brunner, Obmann Vorarlberger Gebietskrankenkasse, „werden die Angebote auch den Patientinnen und Patienten, die einen Antrag auf Rehabilitation auf Grund ihres Versicherungsverhältnisses über die Vorarlberger Gebietskrankenkasse stellen, zur Verfügung stehen. Die notwendigen Vorarbeiten (Verträge etc.) werden zeitgerecht über die Bühne gebracht werden.“