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8. Aktiver Klimaschutz. Für uns alle.

Land Vorarlberg, Landeshauptmann, ÖVP
1. Unsere Lebensweise – unsere Werte sind zu akzeptieren.
2. Vorarlberg zukunftsfit. Moderne Lebenswelten.
3. Fachkräfte für Vorarlberg. Eine Frage der (Aus-)Bildung.
4. Ein Platz in unserer Mitte. Altern in Würde.
Wahlfreiheit für Familien
5. Unsere Gemeinschaft. Wir verlassen uns aufeinander.
6. Gesunde Menschen. Gesundheitsversorgung sichern.
7. Unser Lebensraum. Einzigartig und wertvoll.
8. Aktiver Klimaschutz. Für uns alle.
9. Vorarlberg. Ein sicheres Land.
10. Leistbares Leben. Leistbares Wohnen.

8. Aktiver Klimaschutz. Für uns alle.

Es gibt keinen Plan B für unseren Planeten. Mit dieser unumstößlichen Ansage schlagen immer mehr Klimaforscher weltweit Alarm, um auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen und konkrete Maßnahmen einzufordern. So schnell wie möglich. So umfassend wie möglich. Auch wir sind daher gefordert, in unserem Verantwortungsbereich und im Rahmen unserer lokalen Möglichkeiten alles zu unternehmen, um die Ressourcen von morgen zu schützen und um die Lebensgrundlagen kommender Generationen zu erhalten.

Vor welchen Herausforderungen stehen wir?

Die Auswirkungen der globalen Erwärmung zeigen sich auch im Alpenraum bereits jetzt deutlich: Es wird immer wärmer, die Gletscher schmelzen, die Unwetter werden heftiger und häufiger, die Hitzetage nehmen zu. Wir müssen uns daher nicht nur um einen aktiven Klimaschutz bemühen, sondern auch Vorsorgemaßnahmen für die bereits jetzt unausweichlichen Folgen des Klima­wandels treffen. Es gilt Umwelt und Natur, Infrastruktur und Wirtschaft, vor allem aber uns Menschen auf die erwarteten Auswirkungen der Klimaänderung gut vorzubereiten.

Einer der wichtigsten Rohstoffe weltweit ist sauberes Wasser. Trinkwasser in höchster Qualität in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben, ist ein unschätzbares Privileg. Wir werden daher alle Angriffe auf unser Trinkwasser aufs Schärfste bekämpfen und entsprechende Versuche bereits im Keim ersticken. Vorarlberger Wasser bleibt in Vorarlberger Hand.

Für einen aktiven Klimaschutz ist saubere, erneuerbare Energie unverzichtbar. Auf dem Weg zur „Energieautonomie 2050“ konnte das Land Vorarlberg in den letzten zehn Jahren schon nennenswerte Erfolge wie beispielsweise beim Gesamtenergieverbrauch oder den CO2-Emissionen erzielen, aber es gilt konsequent und unnachgiebig, die 101 enkeltauglichen Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen.

Wenn wir Klimaschutz aktiv vorantreiben wollen, dann sind jedoch nicht nur das Land, die Institutionen oder die Wirtschaft gefordert, sondern jeder Einzelne von uns. Es braucht in vielen Lebensbereichen ein Umdenken bis hin zu einem völligen Paradigmenwechsel, um neue Entwicklungen voranzutreiben oder klimaschädliches Verhalten zu ändern.

Diese Bewusstmachung, dass jeder kleine Beitrag zählt, beginnt beim Mobilitätsverhalten wie Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder Elektro­mobilität, geht über Ernährungsgewohnheiten wie weniger Fleischkonsum oder mehr regionale Lebensmittel und Müllvermeidung, bis hin zum individuellen Energieverbrauch. Bei allen Anstrengungen müssen wir uns aber darüber im Klaren sein, dass im Gegensatz zu anderen Herausforderungen, die Vorarlberg alleine bewältigen kann, unser Land beim Klimaschutz darauf angewiesen ist, dass global ein Umdenken beginnt und weltweit wirksame Maßnahmen gesetzt werden.

Was tun wir?

Das Land Vorarlberg ist sich seiner Verantwortung bewusst und setzt zum einen den Weg in Richtung Energieautonomie konsequent fort und reagiert zum anderen im Sinne der Klimawandel-Anpassungsstrategie prompt auf aktuelle Entwicklungen.

Hierbei intensivieren wir die Bemühungen zum aktiven Klimaschutz durch gezielte Maßnahmen, vor allem in den Bereichen Mobilität und Verkehr, Energieversorgung, Forstwirtschaft, Wohnen, Wasserversorgung, Raum­planung sowie Umwelt- und Naturschutz.

Wir forcieren einen nachhaltigen Ressourceneinsatz sowie eine ökologische Stoffflusswirtschaft durch Beratung, Information und Förderungen im Zusammenwirken mit den Gemeinden und dem Umweltverband, Schulen, Kindergärten, Wirtschaftsunternehmen und der Industrie.

Wir setzen uns für einen sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser ein, um auch in klimabedingten längeren Trockenperioden eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten.

Wir halten am Ziel der Energieautonomie 2050 fest, um der heimischen Bevölkerung ebenso wie der Wirtschaft eine sichere, saubere und leistbare Energieversorgung zu gewährleisten.

Wir unterstützen alle Initiativen, die sich um eine nachhaltige Bewirtschaftung unseres Lebensraums bemühen, allen voran die Anstrengungen unserer land- und forstwirtschaftlichen Betriebe. Ebenso sehen wir die Forcierung regionaler Produkte sowie die Förderung regionaler Kreisläufe und Kooperationen als wichtigen Beitrag für ein klimaschützendes Verhalten.

Wir wollen weiterhin alle Möglichkeiten nutzen, um auf die Brisanz des Themas hinzuweisen, aber auch jene Wege aufzeigen, welchen Beitrag wir alle im Großen wie im Kleinen für einen aktiven Klimaschutz leisten können.

Unsere Arbeitsschwerpunkte im Klimaschutz:

  1. Ausbau erneuerbarer Energieträger, vor allem Wasserkraft, Solar, Photovoltaik
  2. weitere Steigerung der Energieeffizienz
  3. Förderung von Althaussanierungen
  4. effiziente Mülltrennung und –reduktion
  5. Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, mehr Radverkehr und Elektromobilität
  6. Ausbau der Bahnhöfe zu modernen Mobilitätsdrehscheiben
  7. klimaneutrale Landesverwaltung der Zukunft
  8. Umsetzung des Programms zum Raumbild 2030
  9. nachhaltige Land- und Fortwirtschaft, Schutzwasserbau und integraler Hochwasserschutz
  10. Fortführung der Tourismusstrategie, mehr Bewusstseinsbildung

 

Foto: Johannes Rigg | stock.adobe.com

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