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7. Unser Lebensraum. Einzigartig und Wertvoll.

Land Vorarlberg, Landeshauptmann, ÖVP
1. Unsere Lebensweise – unsere Werte sind zu akzeptieren.
2. Vorarlberg zukunftsfit. Moderne Lebenswelten.
3. Fachkräfte für Vorarlberg. Eine Frage der (Aus-)Bildung.
4. Ein Platz in unserer Mitte. Altern in Würde.
Wahlfreiheit für Familien
5. Unsere Gemeinschaft. Wir verlassen uns aufeinander.
6. Gesunde Menschen. Gesundheitsversorgung sichern.
7. Unser Lebensraum. Einzigartig und wertvoll.
8. Aktiver Klimaschutz. Für uns alle.
9. Vorarlberg. Ein sicheres Land.
10. Leistbares Leben. Leistbares Wohnen.

7. Unser Lebensraum. Einzigartig und Wertvoll.

Lebensraum Vorarlberg ist für uns die einzigartige Naturschönheit unseres Landes in all ihrer Vielfalt, aber auch die Art und Weise, wie wir unser Zusammenleben auf engem Raum bestmöglich organisieren. Unsere Aufgabe ist beides – Natur und Lebensart – zu schützen und für die nächste Generation zu bewahren. Für die Sicherung unserer Lebensgrundlagen braucht es auch die regionale Produktion hochwertiger Lebensmittel durch unsere Land- und Alpwirtschaft, die Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen zwischen Stadt und Land sowie zukunftsfähige Partnerschaften mit dem Tourismus.

Vor welchen Herausforderungen stehen wir?

Unser Lebensraum ist landschaftlich einzigartig, mit hoher Anziehungskraft. Er ist aufgrund der topographischen Gegebenheiten aber auch sehr eingeschränkt.

Auf diesem engen Raum müssen viele unterschiedliche Nutzungsinteressen unter einen Hut gebracht werden: Wirtschaften. Arbeiten. Tourismus. Naturschutz. Wohnen. Erholung.

Gemeinsam gilt es daher unseren Raum sorgfältig zu planen, mit klaren Vorgaben und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen. Nur so können wir ein erfolgreiches Wirtschaften ermöglichen und den Standort attraktiv halten, aber gleichzeitig auch unsere Natur und unsere Umwelt nachhaltig schützen.

Der umfassende Schutz unseres Lebensraums ist eine sehr komplexe Aufgabe, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Angefangen vom Schutz vor Natur­katastrophen oder extremen Wettersituationen, über die Eindämmung von Lärm- oder Schadstoffbelastungen bis hin zum Schutz unserer natürlichen Ressourcen, dem haushälterischen Umgang mit Grund und Boden oder unserer Arten- und Naturvielfalt.

Gemeinsam müssen wir aber auch dafür sorgen, unseren Betrieben Erweiterungen zu ermöglichen, ausreichend landwirtschaftliche Flächen zu bewahren sowie Gästen und Einheimischen Naturräume zur Erholung anzubieten. Der hohe Freizeitwert unseres Landes, oft verbunden mit sportlichen Aktivitäten in der freien Natur, ist ein wichtiger Faktor für unsere hohe Lebensqualität und Sinnbild eines modernen Lebensgefühls im Vorarlberg von heute.

Was tun wir?

Mit dem neuen Leitbild „Raumbild Vorarlberg 2030“ kommt es in Vorarlberg zu einem Paradigmenwechsel in der Raumplanung. Das Land gibt sich damit erstmals ein umfassendes strategisches Leitbild für die räumliche Entwicklung Vorarlbergs der nächsten 10 bis 15 Jahre.

Die vier Themenschwerpunkte sind dabei „Freiraum und Landschaft“,
„Siedlung und Mobilität“, „Wirtschaft, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft“ sowie „regionale Zusammenarbeit“.

Ergänzt wird das Raumbild um ein neues Mobilitätskonzept, das neben den notwendigen Lückenschlüssen in der Verkehrsinfrastruktur vor allem die Forcierung des Öffentlichen Verkehrs mit dem langfristigen Ziel der Reduktion des PKW-Verkehrs zum Ziel hat.

Die Landesgrünzone wollen wir als wichtigen Naturraum und Flächenreserve möglichst weiter erhalten. Eine generelle Öffnung kommt daher nicht in Frage. Bei einer Herausnahme von Flächen ist jedenfalls im Einzelfall weiter auch eine quantitative Kompensation genau zu prüfen. Für die Zukunft wollen wir auch verstärkt qualitative Verbesserungen in die Gesamtbeurteilung miteinbeziehen.

Zudem haben wir mit den jüngsten Novellen im Grundverkehrs- und Raumplanungsgesetz neue Wege beschritten. Grundstückshortungen sollen vermieden werden, neue Flächenwidmungen werden zeitlich beschränkt, Verdichtung in Ortszentren gefördert.

Wir haben einen großangelegten „Markenprozess“ für das Land gestartet. Vorarlberg gehört bereits heute zu den attraktivsten Wirtschaftsregionen in Europa und verfügt über eine hohe soziale und individuelle Lebensqualität, eine verlässliche Infrastruktur und eine reizvolle Landschaft – um nur einige Spitzenleistungen zu nennen. Durch die Umsetzung der Marke Vorarlberg soll all dies unter einem gemeinsamen Wertedach vereint und kommuniziert werden.

Gerade die regionale Zusammenarbeit gewinnt immer mehr an Bedeutung – und findet auch immer mehr Befürworter. Wir bemühen uns intensiv um geeignete Rahmenbedingungen, die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit weiter zu verbessern. Denn sowohl im Hinblick auf die Kosteneffizienz als auch auf die Servicequalität birgt die regionale Zusammenarbeit großes Potential. Eines unserer Ziele bleibt, gleichwertige Lebensbedingungen zwischen Stadt und Land zu schaffen. Das erfordert auch weiterhin die Unterstützung des Landes für Infrastrukturinvestitionen in ländlichen Teilen des Landes und finanzschwachen Kleingemeinden.

Das zentrale Hochwasserschutzprojekt Rhesi ist das wichtigste Schutzprojekt für das Land Vorarlberg. Es betrifft die Sicherheit von mehr als 300.000 Menschen im Rheintal. Wir achten dabei sowohl auf den notwendigen Hochwasserschutz als auch auf ökologische Verbesserungen. Das vorliegende, generelle Projekt muss umgesetzt werden. Insgesamt werden die notwendigen Maßnahmen im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft, des Schutzwasserbaus und der Wildbachverbauung weiter umgesetzt. Dazu zählt auch die laufende Umsetzung der Forststrategie 2020.

Mit der Landwirtschaftsstrategie 2020 „Landwirt.schafft.Leben“ legen wir ein Zukunftskonzept vor. Im Kern geht es um die Produktion hochwertiger regionaler Lebensmittel, die Unterstützung der Alpwirtschaft, die Sicherung von Grund und Boden, den Ausbau des Bäuerlichen Bildungs- und Schulungszentrums, das Zurückdrängen von Kälbertransporten sowie mehr Bio-Landwirtschaft. Selbstverständlich stehen wir auch weiterhin zur Leistungsabgeltung für unsere Bäuerinnen und Bauern.

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