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4. Ein Platz in unserer Mitte. Altern in Würde.

Land Vorarlberg, Landeshauptmann, ÖVP
1. Unsere Lebensweise – unsere Werte sind zu akzeptieren.
2. Vorarlberg zukunftsfit. Moderne Lebenswelten.
3. Fachkräfte für Vorarlberg. Eine Frage der (Aus-)Bildung.
4. Ein Platz in unserer Mitte. Altern in Würde.
Wahlfreiheit für Familien
5. Unsere Gemeinschaft. Wir verlassen uns aufeinander.
6. Gesunde Menschen. Gesundheitsversorgung sichern.
7. Unser Lebensraum. Einzigartig und wertvoll.
8. Aktiver Klimaschutz. Für uns alle.
9. Vorarlberg. Ein sicheres Land.
10. Leistbares Leben. Leistbares Wohnen.

Pflege, Gesundheitsversorgung und Betreuung sind vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung ganz zentrale Zukunftsherausforderungen. Unser Grundsatz lautet dabei: Altern in Würde. Wir wollen sicherstellen, dass Menschen, die Hilfe benötigen, auch in Zukunft die bestmögliche Pflege und Betreuung bekommen. Für uns heißt das vor allem, die Pflege zu Hause zu stärken. „Ambulant vor stationär“ ist die Leitlinie unserer Pflegepolitik.

Vor welchen Herausforderungen stehen wir?

Exakt 84,71 Jahre beträgt derzeit die Lebenserwartung von Frauen in Vorarlberg bei der Geburt. Die Männer erreichen mit einer Lebenserwartung von 80,53 Jahren momentan den Spitzenplatz in Österreich. Die demographische Entwicklung mit der steigenden Lebenserwartung erfordert eine völlig neue Auseinandersetzung mit dem Thema „Alter“ und verlangt in vielen Bereichen unseres Lebens neue Antworten.

Das Älterwerden hat sich dabei in den letzten Jahren grundlegend geändert. Für viele Menschen beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt mit individuellen Ausprägungen, mitunter auch mit sehr unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen. Abhängig von der körperlichen und geistigen Fitness variieren nicht nur die individuellen Notwendigkeiten der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern diese verlangen auch von ihrem Umfeld unterschiedliche Zugänge. Das Thema Alter ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen mit ganz vielfältigen Facetten.

Was tun wir?

Wir wollen in Vorarlberg ein Altern in Würde ermöglichen. Wer im Alter Unterstützung braucht, soll die bestmögliche ambulante und stationäre Hilfe vorfinden. Das Land hat dafür ein eigenes Pflegepaket geschnürt, das vor allem die Pflege zu Hause erleichtern und unterstützen soll. Denn es ist sowohl der Wunsch der Bevölkerung als auch unser erklärtes Ziel, dass die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger im gewohnten Umfeld alt werden können. Derzeit werden 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Vorarlberg in ihrem Zuhause betreut. Ambulant vor stationär ist daher unserer Leitlinie.

Aber die Bemühungen um ein selbstbestimmtes Leben im Alter gehen weit über das Thema „Pflege im engeren Sinn“ hinaus. Einsamkeit, Altersarmut, alters­gerechte Wohnformen, Freizeitangebote für ältere Menschen mit entsprechender Ausstattung öffentlicher Anlagen, Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben, Anschluss an den digitalen Wandel. Für all diese Herausforderungen brauchen wir gemeinsame Antworten.

Die ältere Generation verfügt aber auch über eine Erfahrung und ein Wissen, auf das wir in vielen Bereichen des Zusammenlebens nicht verzichten können. Besonders das hohe freiwillige Engagement ist wertvolles Humankapital.

Die Vorarlberger Landesregierung hat ein umfangreiches Pflegepaket geschnürt, um auf die Herausforderungen im Bereich Pflege rechtzeitig zu reagieren, wie zum Beispiel die Sicherung von Pflegefachkräften oder ein neues Modell für die 24-Stunden-Betreuung. Ziel ist es, die Betroffenen und die Familien, die eine 24-Stunden-Betreuung in Anspruch nehmen, noch mehr zu entlasten und zu unterstützen. Dazu zählt auch eine stärkere Unterstützung der Hauskrankenpflege, der Mobilen Hilfsdienste sowie ein flächendeckendes Case und Care Management.

Höchste Priorität hat die Sicherung von ausreichend Pflegekräften. Es werden deshalb kontinuierlich die Ausbildungskapazitäten erhöht.

Eine weitere Option ist die Einführung einer eigenen Pflegelehre, für die sich das Land einsetzt. Um die Entwicklung laufend zu evaluieren und den tatsächlichen Bedarf rechtzeitig zu erkennen, erfolgt ein jährliches Monitoring der Pflegekräfteentwicklung.

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