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3. Fachkräfte für Vorarlberg. Eine Frage der (Aus-)Bildung.

Land Vorarlberg, Landeshauptmann, ÖVP
1. Unsere Lebensweise – unsere Werte sind zu akzeptieren.
2. Vorarlberg zukunftsfit. Moderne Lebenswelten.
3. Fachkräfte für Vorarlberg. Eine Frage der (Aus-)Bildung.
4. Ein Platz in unserer Mitte. Altern in Würde.
Wahlfreiheit für Familien
5. Unsere Gemeinschaft. Wir verlassen uns aufeinander.
6. Gesunde Menschen. Gesundheitsversorgung sichern.
7. Unser Lebensraum. Einzigartig und wertvoll.
8. Aktiver Klimaschutz. Für uns alle.
9. Vorarlberg. Ein sicheres Land.
10. Leistbares Leben. Leistbares Wohnen.

3. Fachkräfte für Vorarlberg. Eine Frage der (Aus-)Bildung.

Im Wettbewerb der Standorte und Regionen stehen in Zukunft jene an der Spitze, die der Wirtschaft bestens ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stellen können. Wir müssen Vorarlberg zum Land der besten Fachkräfte machen. Im Bereich der Lehre sind wir bereits Weltspitze – hier müssen wir weiter ansetzen.

Vor welchen Herausforderungen stehen wir?

Die dynamische Entwicklung der Vorarlberger Wirtschaft hat erfreuliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Nahezu Vollbeschäftigung wird erreicht, noch nie waren so viele Menschen im Land in Beschäftigung. Die größte Herausforderung der Betriebe: Den Bedarf an qualifizierten Fachkräften vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung zu decken. Und dieser Fachkräftemangel weitet sich aus: Neben den schon länger bestehenden Engpässen in den MINT-Bereichen zeichnen sich auch Mängel im Tourismus, in der Pädagogik und im Pflegebereich ab. Wir sind daher auf allen Ebenen gefordert, Fachkräfte auszubilden.

Was tun wir?

Unser Land braucht eine breite Fachkräfteoffensive. Am wichtigsten ist es, das mögliche Fachkräftepotential im Land zu nützen. Das erfordert vor allem noch stärkere Bemühungen im gesamten Bildungssystem.

Auf den Anfang kommt es an. Wir sind in Vorarlberg Vorreiter im Bereich „Frühe Hilfen“, setzen weiterhin mit dem Bildungsweg also bereits im Kindesalter an, bauen die Kinder- und Schülerbetreuung ebenso aus wie das Ganztagsangebot an Schulen.

Wir sind bereit, in der schulischen Ausbildung neue Wege zu gehen (Projekt Schule der 10- bis 14-Jährigen), passen unser Erfolgsmodell „Duale Ausbildung“ laufend an die aktuellen Erfordernisse an und investieren gezielt in die Modernisierung der Berufsschulen sowie in die technische Ausstattung der Höheren Technischen Lehranstalten.

Jugendlichen mit Startschwierigkeiten helfen wir weiter ganz gezielt mit landes­weiten, flächendeckenden Beschäftigungsprogrammen und überbetrieblichen Lehrausbildungsangeboten.

An der Fachhochschule Vorarlberg haben wir so viele Studenten wie noch nie. Mit der „Digitalen Agenda Vorarlberg“ legen wir den Fokus ganz besonders auf die breite Vermittlung digitaler Kompetenzen, wir unterstützen betriebliche Qualifizierungsmaßnahmen und forcieren die lebenslange Weiterbildung.

Wir setzen uns für eine regionale Adaptierung der Mangelberufe ein und bemühen uns um eine legale Zuwanderung qualifizierter Schlüsselarbeitskräfte.

Mit dieser breiten Palette an Maßnahmen wollen wir sicherstellen, dass der Standort Vorarlberg auch in Zukunft ausreichend Fachkräfte zur Verfügung hat und so seinen Spitzenplatz im Wettbewerb der Regionen sichert.

Sprache ist ein entscheidender Schlüssel, um Kindern und Jugendlichen optimale Bildungs- und Lebenschancen zu eröffnen. In der Vorarlberger Bildungspolitik ist die Sprachförderung einer der Schwerpunkte der letzten Jahre und wird auch einer der kommenden sein. Mit den „fünf Bausteinen umfassender sprachlicher Bildung“ wurde ein Orientierungsrahmen geschaffen, der eine durchgängige und umfassende Begleitung der Sprachentwicklung ermöglicht.

Das Vorarlberger Forschungsprojekt zum gemeinsamen Weg aller Schulen der 10- bis 14-Jährigen hat sich vor allem mehr Chancengerechtigkeit zum Ziel gesetzt.

Das Land Vorarlberg ist seit mehr als zehn Jahren bemüht, den Aufbau und Ausbau einer möglichst breiten Schülerbetreuung voranzutreiben. Sehr wichtig ist dabei ein qualitätsvolles, flexibles und bedarfsgerechtes ganztägiges Angebot für Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte. In der qualitativen Ganztägigen Schule (GTS) werden Unterricht, Lernbegleitung und Freizeitaktivität sowohl inhaltlich als auch organisatorisch abgestimmt. Die Ganztägige Schule bietet große Chancen für den schulischen Alltag.

Qualitätssicherung Lehre. Wir wollen die duale Ausbildung im Schulterschluss mit den Sozialpartnern kontinuierlich ausbauen. Dazu wurde gemeinsam mit Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer ein 10-Punkte-Plan gegen den Fachkräftemangel ausgearbeitet. Er beruht auf folgenden drei zentralen Säulen: Defizite der Lehranfänger kompensieren, Qualitätsstandards in der Lehrausbildung setzen und Lehre als Bildungsweg attraktiv machen.

Die Fachhochschule Vorarlberg leistet einen enormen Beitrag zur Sicherung der hohen Konkurrenz- und Wettbewerbsfähigkeit im Land. Die stetige Zunahme der Bewerbungszahlen und der Studierenden zeigt auf, dass die FH Vorarlberg ein gefragter Bildungsstandort ist. Die Wissenschafts- und Forschungsstrategie Vorarlberg 2020+ sieht bis in drei Jahren einen Ausbau des Studienangebots der FH Vorarlberg auf 1.700 Studienplätze vor. Deshalb ist auch die bauliche Erweiterung der Hochschule in den nächsten Jahren unumgänglich. Neben dem Studium wird auch der Forschungsbereich kontinuierlich ausgebaut. In Zeiten der Digitalisierung – dieser enormen Veränderung der Arbeitswelt – nützen wir zusammen mit der FH Vorarlberg jede Chance, um unserer Wirtschaft gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung zu stellen.

Um die Pädagogische Hochschule Vorarlberg weiter zu stärken, bemühen wir uns, die derzeitige verbindliche Übung „Digitale Grundbildung“ als zusätzliches Fach zu etablieren.

Im Bereich der Pflege werden die Ausbildungskapazitäten kontinuierlich weiter ausgebaut.

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